TUB:Seminar:2016 1:Gewerkschaften und Interessensvertretung
Gewerkschaften und Tarifverträge - Kommentierte Linkliste
Kurzvortrag
Ziel des Kurzvortrags ist es einen thematischen Impuls von etwa drei bis vier Minuten länge zu geben, der als Auftakt für die weitere Diskussion dient. Der Impuls sollte sowohl einen allgemein Überblick liefern, als auch zwei, drei Details liefern. Zur Orientierung und Vorbereitung sind im folgenden einige zentrale Fragen und kommentierte Links aufgelistet. Gerne können aber auch eigene Informationsquellen genutzt werden.
- Was sind Gewerkschaften? Welche Gewerkschaften gibt es in Deutschland? Wer ist Mitglied in Gewerkschaften?
- Was ist ein Tarifvertrag? Wer schließt Tarifverträge? Für wen gelten Tarifverträge? Was beinhalten Tarifverträge? Was beinhalten Tarifverträge außer Lohn? Wie viele Tarifverträge gibt es in Deutschland? Für wie viele Beschäftigte gelten die Tarifverträge?
- Gibt es einen Lohnunterschied für Ingenieur_innen, die in einem Betrieb mit Tarifvertrag arbeiten und denen, die in einem Betrieb ohne arbeiten? Wie hoch ist der?
- Wie hoch ist das Gehaltsgefüge zwischen Frauen und Männern in Deutschland? In anderen Ländern?
- Was ist ein Streik? Warum wird gestreikt? Wer streikt?
- Welche Bedeutung haben Tarifverträge für Ingenieurinnen und Ingenieure? Welche Gewerkschaften sind meist für diese zuständig?
- Was ist ein gutes Beispiel um die Wirkmächtigkeit von Tarifauseinandersetzungen zu zeigen? Was ist ein gutes Beispiel um zu zeigen, dass Tarifauseiandersetzungen/Tarifverträge auch in geltendes Recht überführt werden?
Lob des Streiks - Tagesspiegel
Sie legen das Land lahm, provozieren immer wieder aufs Neue und bringen nicht nur Pendler zur Weißglut - die Lokführergewerkschaft GDL mit ihrem Chef Claus Weselsky als Hassfigur. Kann man die verteidigen? Ja. Ein Kommentar. http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/gdl-ein-lob-des-streiks/11723784.html
Die deutschen Gewerkschaften und der erste Weltkrieg - Gegenblende
Die Haltung der Arbeiterbewegung zum Krieg ist vor diesem Hintergrund dringend erklärungsbedürftig. Denn entgegen allen Resolutionen, die die I. und II. Internationale zur Kriegsfrage gefasst hatten, riefen die Führungen nicht zum Generalstreik auf. In den wichtigsten Ländern Deutschland und Frankreich billigten sie die Kriegspolitik. In Großbritannien wurde sie nicht gebilligt, aber es fanden auch keine Aktionen gegen den Krieg statt. Die Arbeiterbewegung war nicht pazifistisch, vielmehr war sie antimilitaristisch. Sie sah im Militär ein Instrument der Klassenherrschaft, das zu beseitigen wäre und durch eine allgemeine Volksmiliz mit demokratisch zu wählenden Kommandeuren abgelöst werden sollte. http://www.gegenblende.de/++co++92186854-d5d8-11e3-bdab-52540066f352
So funktioniert das Tarifsystem - WSI/Böckler
An Hand einiger zentraler Fragen die Grundlagen von Tarifverträgen (Zustandekommen und Funktionsweise) erläutert. http://www.boeckler.de/wsi-tarifarchiv_2260.htm
Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik - WSI /Böckler
Das vorliegende Statistische Taschenbuch Tarifpolitik 2015 des WSI-Tarifarchivs bietet eine umfangreiche Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Tariflandschaft und zur Tarifpolitik in Deutschland. Die Informationen sind in übersichtlichen Tabellen, Übersichten und Schaubildern dargestellt - besonders zu erwähnen sind die Abschnitte zu Lohn, Gehalt, Arbeitszeit und Urlaub. Dem Taschenbuch lässt sich unter anderem entnehmen, dass die Mehrheit aller Beschäftigten in Deutschland direkt nach einem Tarifvertrag oder zumindest in starker Anlehnung an einen Tarifvertrag beschäftigt sind und auch die Mehrheit der Betriebe an einen Tarifvertrag gebunden sind. http://www.boeckler.de/pdf/p_ta_tariftaschenbuch_2015.pdf
Ingenieur_innen und Tarifverträge
Die IG Metall zeigt in den Broschüren sehr deutlich, dass Tarifbindung neben starker finanzieller Vorteile für die Beschäftigten auch manchen anderen Vorteil bietet - auch für Ingenieur_innen. http://www.engineering-igmetall.de/ingenieurgehaelter
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
Der Streik um Lohnfortzahlung bei Krankheit begann am 24. Oktober 1956 in Schleswig-Holstein und entwickelte sich zum längsten Arbeitskampf in Deutschland seit 1905. Mehr als 34.000 Beschäftigte der Metallindustrie erstreikten nach 114 Tagen einen Tarifvertrag, der die Arbeiter bei Krankheit besser absicherte, da nun der Lohn bei Krankheit weitergezahlt wurde. Damit wurde ein Grundstein für die heutigen tarifvertraglichen und gesetzlichen Regelungen zur Lohnfortzahlung bei Krankheit gelegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Streik_um_die_Lohnfortzahlung_im_Krankheitsfall
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Entgeltfortzahlung_im_Krankheitsfall
Urlaubsanspruch
Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt nur 20 Arbeitstage/24 Werktage (inkl. Samstag). Tarifverträge sehen im Schnitt etwa 30 Tage Urlaub in Deutschland vor. Gerade im internationalen Vergleich gibt es eine starke gesetzliche/tarifliche Spreizung. https://de.wikipedia.org/wiki/Erholungsurlaub
Männerquote, jetzt!
Frauen verdienen weniger als Männer. Das heißt: Verdienen würden sie den gleichen Lohn. Sie bekommen nur weniger. Weil sie in gleicher Position geringer bezahlt werden. Weil sie häufiger in Teilzeit arbeiten. Vor allem aber, weil sie in schlechter entlohnten Berufen beschäftigt sind. Daran werden Initiativen für mehr Lohngerechtigkeit nichts ändern, so lange sie nur die Arbeitswelt der Frauen ins Visier nehmen. Deutschland braucht eine Männerquote. Jetzt!...Sicher ist: Die Männerquote würde die Gesellschaft radikaler verändern, als es alle Aufsichtsrätinnen zusammen können. Denn von denen gibt es trotz Quote gerade mal eine paar Hundert. http://taz.de/Kommentar-niedrige-Loehne-fuer-Frauen/!5301932/